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Archive for September, 2009

Morgends um sieben auf der Baustelle…

Geschrieben von mein arsch in Angry old man am 11 September 2009

“Okay. Paul, du deckst die Fenster mit Folie ab. Fred, du bereitest das Abdeckplatten vor und schneidest sie in die richtigen Größen. Karl, du rührst schon mal den Mörtel an.”

“Und was soll ich machen, Chef?”

“Du, Fritz, machst das, was du jeden Morgen machst. Du nimmst diesen Vorschlaghammer und haust damit eine halbe Stunde lang gegen das Gerüst, damit wir sicher sind, dass alle Nachbarn wach sind, auch wenn wir nicht bohren müssen.”

“Alles klar, Chef!”

419-Scam im Jahr des Herrn 2009

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 8 September 2009

Die letzten paar Jahre hab ich die Dinger ja schon in die Tonne gekloppt, wenn ich “Dear Friend” oder “This may come to you as a surprise” in den ersten Zeilen gelesen habe, aber den hier habe ich mir mal aus Neugier wieder durchgelesen.

Dear Beloved One.

I am writing this mail with tears and sadness and pains. I know it will come to you as a surprise since we haven’t known or come across each other before, but kindly bear with me at this moment. I have a special reason why
I decided to contact you. I do not mean to embarrass you with my proposal, but I seriously need your assistance. My situation at hand is miserable but I trust in God and hope you will be of help to me

I am Mrs. Rose Ibrahim, the wife of Late Mr. El Ibrahim, I am a citizens of Tunisian. My husband worked with the Chevron in Hong Kong for twenty years before he died in the year 2004.We were married for ten years without a
child.

My Husband died after a brief illness that lasted for only four days. Since his death I decided not to re-marry or get a child outside my matrimonial home, When my late husband was alive he deposited the sum of 7.5 Million
Pounds (Seven Million Five Hundred Thousand Pounds) with a Bank in Europe.

Presently, this money is still with the Bank and the management just wrote me as the beneficiary that our account has been DORMANT and if I as the beneficiary of the funds, do not re-activate the account; the funds will be
CONFISCATED or I rather issue a letter of authorization to somebody to receive it on my behalf (note that you need to activate this account) as I can not come over. Presently, Im in a hospital in Hong Kong where I have
been undergoing treatment for esophageal cancer.

I have since lost my ability to talk and my doctors have told me that I have only a few weeks to live.

It is my last wish to see this money distributed to charity organizations anywhere in the World in helping human race.

Because relatives and friends have plundered so much of my wealth since my illness, I cannot live with the agony of entrusting this huge responsibility to any of them.

Please, I beg you in the name of God to help me Stand-in as the beneficiary and collect the Funds from the Bank.

I took this decision because I dont have any child that will inherit this money, and I am not afraid of death since I know where I am going to. I dont need any telephone communication in this regard because of my
soundless voice and presence of my husbands relatives around me always. I dont want them to know about this development.

I await your quick response to this mail as this is my last wish to see this funds transferred before my Death.

Please my beloved for further communication on how we are going to conclude this, reach me on my private mail: dumme_und_geizige_scammersau@yahoo.com.hk

Remain Blessed
Your Beloved Sister .
Mrs. Rose Ibrahim

Das ist ja alles schön und gut. Ich bin wirklich versucht zu antworten – wenn auch nur mit einer einzigen, kurzen Zeile, in der ich dieser vom Schicksal gebeutelten Frau zurufen möchte:

“What’s in it for me, bitch?”

Wie schlampig ist das denn? Da wird mir ja nicht mal was angeboten. Die anderen ringen sich wenigstens 30-40% Provision ab. Gut, 30-40% von nix sind immer noch nix, aber der Gedanke zählt.
Soll ich jetzt etwa nur für das warme Gefühl in der Magengegend Geld für wohltätige Organisationen waschen?

Ich glaub’ es hackt!

Szenen einer (Schlüsselszenen-) Ehe

Geschrieben von mein arsch in Angry old man, Brain removal, She am 3 September 2009

Wir sind ja mitten im Umzug, und wie das so ist fährt man gefühlte zehn mal am Tag zwischen den Wohnungen hin und her, um irgendwelche Sachen zu erledigen die man noch vergessen hat. So auch letztens wieder mal. Dazu muss man wissen dass die Schlüssel der neuen Wohnung komplett an einem Bund hängen…

Ich: So – wollen wir dann mal wieder los?
Frau I.: Okay. Haben wir alles?
Ich: Ja, wir haben die Tapeten, die Farbmuster, das Handy, Portmonnaie … hast du die Schlüssel?
Frau I.: Ich? Wieso ich?
Ich: Weil du die Schlüssel zuletzt hattest?
Frau I.: Ich hatte die Schlüssel nicht.
Ich: Ich bin mir relativ sicher, dass du sie hattest…
Frau I.: Hatte ich NICHT!
Ich: Lass nochmal nachdenken – als wir heute morgen raus sind haben wir die Tür zugezogen, dann bist du runter gegangen, weil ich hören wollte wie die Klingel klingt, wenn unten geklingelt wird, dann bin ich runter gekommen und habe dir die Schlüssel in den Stoffbeutel geworfen.
Frau I.: Daran kann ich mich nicht erinnern. Du hast die bestimmt stecken lassen!
Ich: Ich hab die Schlüssel garantiert NICHT stecken lassen. Für wie blöd hällst du mich eigentlich?
Frau I.: Na, dann müssen sie ja hier sein!
Ich: *durchwühle gefühlte 300 Stoffbeutel* – Hier sind sie nicht.
Frau I.: Ich hab den Beutel leer gemacht, da war der Notizblock und der Stift drin und sonst nix.
Ich: Bist du sicher?
Frau I.: Ja, bin ich! Du hast die bestimmt stecken lassen!
Ich: Lass uns nochmal kucken, die müssen doch hier irgendwo sein. Vielleicht im Telefontisch? Nein. Hinterm Schuhschränkchen im Flur? Auch nicht. Im Schlafzimmer? Vielleicht hatte ich sie ja in der Hose und beim Ausziehen sind sie rausgefallen? Nein.
Frau I.: Ich sag dir, du hast sie stecken lassen!
Ich: Das kann ich mir nicht vorstellen. Hast du im Rucksack gekuckt?
Frau I.: Ja, da sind sie auch nicht.
Ich: Das gibts doch nicht… okay, ich geh runter zum Auto und kucke, ob sie da irgendwo liegen, vielleicht sind sie ja zwischen die Sitze gefallen. Kuck du solange mal zwischen den Couchkissen! Ich nehm das Handy mit und ruf dich an, falls ich sie unten finde.

… natürlich waren Sie im Auto nicht zu finden und nach 10 Minuten intensivem Suchens ging ich frustriert wieder nach oben, schon in der Erwartung gleich mal für das gesamte Haus neue Hausschlüssel und für uns ein neues Schloss mit neuen Wohnungsschlüsseln zu kaufen …

Ich: Und? Hast du sie gefunden?
Frau I.: Nein! Die sind nirgendwo! Ich sag dir, du hast die stecken lassen.
Ich: Na ganz toll… okay, nimm unsern Kram mit, wir kucken ob sie wirklich stecken.
Frau I.: *nimmt einen Stoffbeutel von der Küchentür-Klinke*
Stoffbeutel: *klimper*
Frau I.: Oh, kuck mal … hier sind die Schlüssel.
Ich: Aha?! Ich dachte du hättest ALLES DURCHGEKUCKT?
Frau I.: Du hast gesagt du hättest sie in den Rucksack getan!
Ich: IN DEN BEUTEL! ICH HAB GESAGT ICH HAB SIE DIR IN DEN BEUTEL GEWORFEN!!!!!
Frau I.: Du hast Rucksack gesagt… da bin ich mir ganz sicher.
Ich: Ja, wahrscheinlich genauso sicher, wie dass ich die Schlüssel hab stecken lassen.