Frau I. ist oftmals sehr bedacht auf ihre Aussenwirkung auf andere. Manchmal, meiner Meinung nach, zu viel. So war es ihr z.B. wichtig, was die Umzugsmenschen, die unseren Kram beim letzten Umzug geschleppt haben, von uns halten. Weswegen wir unsere ganzen intimen Dinge zuvor selbst verpackt und auch selbst transportiert haben.
Man kennt ja diesen alten Spruch “Hoffentlich hast du ne saubere Unterhose an, falls du vom Bus überfahren wirst und im Krankenhaus landest!”. Hat ihre Oma Ihnen bestimmt auch gesagt. Weil das ja das größte und wichtigste ist, dass man, wenn man mit massivem Schädeltrauma in der Notaufnahme liegt, ne sauber Unterhose an hat.
Verwunderlich finde ich aber, dass dieselbe Frau, die sonst so auf die Meinung anderer achtet, mich in letzter Zeit dauernd auffordert, Dinge zu tun, die ich persönlich nicht so toll finde.
Beim Ikea auffem “Mutter mit Kind” Parkplatz parken, obwohl ein normaler Parkplatz nur 200 Meter weiter wäre. Beim Getränkemarkt jeder eine der beiden Maschinen mit Rückgut zu befüllen, anstatt einfach zusammen nur eine Maschine zu blockieren und damit die andere für andere Kunden frei zu lassen. Und als mir dann mal ein “Darf ich einfach mal ausnahmsweise KEIN Arschloch sein?” raus rutscht, isse natürlich wieder beleidigt.
Übertreibe ich? Ich hab auch schon beim Getränkemarkt hinter Pärchen gestanden, die fünf Minuten lang beide Maschinen blockieren, während sie ihre 30 Jahre Bierflaschensammlung einwerfen, und ja, ich hab gedacht “was für Arschlöcher”. Muss man doch nicht machen, oder?
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