Es ist soweit. Der konstante Schlafentzug sowie die nächtlichen Einflüsterungen durch Frau I. haben endlich Früchte getragen: ich habe den Spaß am Kochen entdeckt.
Früher habe ich bestenfalls mal ein Ei gekocht, oder Nudeln, vielleicht mal ein Brot in der Mikrowelle mit Käse überbacken. Ne Fertigpizza im Backofen war kulinarische Höchstleistung für mich… und jetzt koche ich. Regelmäßig. Und backe. Ich kann es selbst nicht glauben.
Angefangen hat alles mit einem Nintendo DS … naja, “Spiel” kann man nicht sagen. Jedenfalls heißt es “
Kochkurs, was wollen wir heute kochen?” und enthällt nicht ganz 250 Rezepte aus allen Herren Ländern.
Eigentlich wollte ich mir das ganze nur mal anschauen und dann gleich wieder verkaufen, aber die technische Ausführung hat mich dann doch überzeugt, denn man bekommt liebevoll mitgeteilt, welch Zutaten man braucht, welche Utensilien (etwas, das normalerweise bei Kochrezepten schmählich vernachlässigt wird), und dann Schritt für Schritt die Vorgehensweise. Zu nahezu jedem Punkt gibt es dann noch eine detailiertere Erklärung, wo man z.B. erfährt, dass die Augen weniger tränen, wenn man sich beim Schälen der Zwiebeln beeilt (und tatsächlich – das Schneiden selbst war dann kein Problem, nur beim schälen scheinen die Augen gereizt zu werden. Wer hätte es gewußt?)
Und so hab ich Frau I. das erste Rezept auswählen lassen, das ich für sie kochen sollte: Italienisches Kräuterhühnchen. Welches erstaunlich lecker wurde. Und weil ich beim Herstellen eben dieses Hühnchens wirklich Spaß hatte (es ist einfach nett zu kochen und einen kleinen digitalen Lehrer neben sich stehen zu haben, der einem auf Wunsch jeden Schritt nochmal vorliest), kam zwei Tage später diese Lasagne dazu (mit handgemachter Bechamel-Sauce):

Wieder zwei Tage später gabs dann Boeuf Stroganoff. Und heute schließlich Orangengugelhupf (mangels Gugelhupf Form in der normalen Springform einer Bekannten gebacken). Und auch der ist erschreckend lecker geworden. Jetzt muss ich nur noch der Bekannten ein Stück abliefern, als Dankeschön für die Form. Vielleicht sollte ich behaupten er wäre nix geworden…

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