Innerhalb einer Woche schießt SpOn nun schon die
zweite
Breitseite gegen Mario Barth, so dass man meinen könnte, er hätte die Tochter des Verlegers geschwängert und wäre dann nach Südamerika entschwunden.
Nun ist Mario Barth sicherlich nicht der größte Komiker im vereinigten Nachkriegsdeutschland und seine Masche mag nicht jedermanns Sache sein – für’s Protokoll, meine ist es auch nicht – aber die an Penetranz grenzende Ausdauer, die SpOn hier an den Tag legt, erscheint dennoch kurios, zumal es doch weitaus unlustigere Berufsbespaßer in der Medienlandschaft gibt (Pocher, Stein, Schröder, Köster, Hermanns… nur um mal ein paar One-trick-Ponies zu nennen), die Häme und ätzende Worte mindestens gleichermaßen verdient hätten.
Womit also hat Barth den Zorn der selbsternannten Humorpolizei auf sich gezogen?
Liegt es am unbestrittenen wirtschaftlichen Erfolg, der heute leider selbstverständlich Neider auf den Plan ruft?
Oder daran, dass man sich so herrlich von oben herab über sein von Klischees und Gemeinplätzen durchsetztes Programm auslassen und sich damit gleichzeitig über das gröhlende und stampfende Publikum stellen kann?
Man sollte meinen, intellektuelle Geistesriesen wie Henryk M. Broder hätten besseres mit Ihrer Zeit zu tun oder wüssten zumindest, wo der Ausschalter an Ihrem Fernseher ist.
Mir erschließt sich jedenfalls nicht, wie man sich durch das klischeehafte Verreißen ebenso klischeebeladener Comedians validieren könnte.
Aber im Gegensatz zu diesen Autoren bin ich mir durchaus der Ironie bewusst, dass ich gerade 10 Minuten meines Lebens damit verbracht habe, über exakt diese Leute zu schreiben.
Letzte Kommentare