Archive for Mai, 2007

Glückwunsch, T-ComHome oder wie immer ihr euch diese Woche nennt…

Geschrieben von in Brain removal am 28 Mai 2007

Ich kann es mir einfach nicht verkneifen, Eurer Marketingabteilung meinen Respekt und beste Glückwünsche für den aktuellen Werbespot zu erbieten.

Es gibt sicherlich eine Menge Musiktitel, mit denen sich gute Laune und ein positives Lebensgefühl vermitteln lassen. “Paint it Black” von den Rolling Stones gehört jetzt aber eher mal nicht dazu.
Vermutlich können wir noch von Glück reden, dass sie nicht “Suicide is painless” (im Gegensatz zu einer DSL-Installation, haha) oder “(Tell me why) I don’t like Mondays” von den Boomtown Rats als Hymne auf die Stimmung im örtlichen T-Punkt ausgesucht haben…

Holla! Doppelpost!

Geschrieben von in I saw it on TV am 28 Mai 2007

Na, das muss Telepathie sein, wenn Herr Arsch und Herr Sack sich nach langer Abstinzenz gleichzeitig zum gleichen Thema äußern wollen – Blondtrulla aus dem Europaparlament bei “Wer von uns ist denn immer noch nicht Millionär?”.

Ich wollte allerdings noch anmerken, dass die gute Frau im Fach Wirtschaftsgeschichte promoviert hat, und zwar über das äußerst interessante ThemzzzZZzzz……

Deutschland, deine dumpfbackigen Politiker

Geschrieben von in Angry old man, Brain removal, I saw it on TV am 28 Mai 2007

Großer Gott … Promi-”Wer wird Millionär” war ja bisher immer recht spassig anzusehen, aber was da gerade in DIESEM Augenblick über die Mattscheibe flimmert geht ja auf keine Kuhhaut. Ich war ja schon erschrocken, dass sie Dieter Bohlen eingeladen haben, aber dann sitzt das auch die unbekannte FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin. Der Doppelname allein sollte ja Warnung genug sein, aber tatsächlich schafft es die Dame als erste auf den heissen Stuhl.

Und was seit dahin abgeht ist so unglaublich peinlich, dass man sich ernsthaft fragt was aus der deutschen Politik geworden ist, wenn solche dumpfbackigen Trullas tatsächlich Entscheidungsträger sind. Schon ab der 50 Euro Frage dreht die Dame sich bei jeder, aber auch JEDER Frage um, um sich die Antwort vorsagen zu lassen. Selbst als der Jauch, der sonst den Damen ja gerne das Händchen hällt, sie drauf anspricht ob sie nicht vielleicht wenigstens mal EINE Frage alleine versucht, fängt sie an rumzuheulen, wie gemein das doch wäre.

Also sorry, damit hat sich die FDP keinen Gefallen getan – wenn solche Pappnasen es in dieser Partei nach oben schaffen, dann, liebe Freunde, bitte lasst uns dafür sorgen, dass die nie mehr als 4 Prozent bekommen. Alles andere würde mir Kopfschmerzen bereiten…

Richtichstellung

Geschrieben von in She am 24 Mai 2007

Ja, also ich bin Herr A. und ich wollte hier nur mal ebent in alle Öffentlichkeit sagen, datt Frau I. ganz hervorragend kocht und ich bin nur undankbar und weiss datt nich zum schätzen. Jezz wissen Sie Bescheid, ne.

EDIT: Ja, also ich bin nich Herr A. Ich bin Frau I. und habe datt Passwort ausspioniert. Ich dachte, datt wäre allen klar, aber scheinbar wohl donnich. Trotzdem habbich natürlich Recht.

Computer-Stock

Geschrieben von in Bauchnabelschau, Gamerz Paradise, The Interweb, The Others am 23 Mai 2007

Von hier an den Kopf geworfen bekommen und nun (mit leichter Verspätung) beantwortet.

Was war Deine erste „echte“ PC-Hardware?

Die erste mit der ich in Berührung kam war ein TI-99/4A, der im Kaufhof in Hanau rumstand, neben einem Commodore VC20, beide angeschlossen und betriebsbereit. Welcher Teufel die da geritten hat ist mir heute noch nicht klar. Jedenfalls verbrachten meine Kumpels und ich Stunden um Stunden unseres Wochenendes dort um auf den Tastaturen rumzuhacken, Listings aus den daneben liegenden Zeitschriften abzutippen oder, wenn wir ganz viel Glück hatten, einem Raubkopierer dabei zuzuschauen wie er mal eben eine Demo oder ein Spiel einlegte und startete, ohne dass auch nur irgendwer was sagte.

Das taten wir solange, bis im Hertie (ebenfalls in Hanau) die ersten Spielkonsolen ( Atari VCS, Intellivision und schließlich sogar Colecovision) rumstanden und man dort daddeln durfte. Zumindest bis man von den entnervten Abteilungsleitern rausgeschmissen wurde.

So kam ich dann auch zu meinem ersten Computer … eigentlich wollte ich ein Vectrex haben, aber irgendwie war das in unserer Familie eine unausgesprochene Regel, dass man als Kind auf KEINEN Fall vorher genau sagen darf, was man geschenkt haben möchte. Deswegen machte ich nur so vage Andeutungen wie “Es ist schwarz”, “Man kann damit spielen”, “Es ist im Quelle-Katalog auf Seite 174!” … bekommen habe ich dann einen C64, das wohl größte Geschenk das mir jemals gemacht wurde … dummerweise ohne Floppy oder auch nur Tapelaufwerk, so dass ich keinerlei Speichermedium zur Verfügung hatte. Das hieß also mühevoll Listings aus der Zeitschrift “C64er” abtippen und den Computer bloss nicht ausschalten.

Nach ein paar Wochen erbarmte sich meine Großmutter und gab mir die 30 Mark, die ein Kumpel von mir haben wollte, damit er mir seine gebrauchte Datasette abtreten konnte.

Deine erste Anwendung, die Du benutzt hast?

Die erste Anwendung… ich kann mich nicht wirklich erinnern, wahrscheinlich irgendein Copy-Programm (von denen es ja acht Zilliarden Varianten auf dem C64 gab). Die erste echte Anwendung an die ich mich erinnern kann war das Terminal-Programm meines ASCOM-Modems, das zu nichts ausser sich selbst kompatibel war. Schrecklich.

Dein erstes Spiel?

Auch daran kann ich mich nicht wirklich erinnern. Ich weiß, dass ich im oben benannten Kaufhof “ Impossible Mission” mit offenem Mund gesehen habe, bevor ich einen Computer besass, aber welches Spiel ich tatsächlich als erstes gespielt habe… ich kann mich erinnern, dass Bruce Lee eines der ersten Spiele war das ich mir von jemandem habe andrehen lassen. Und dass ich 3,50 Mark für die Kassette damit bezahlt habe. Mit dem Mann bin ich übrigends immer noch befreundet. :)

Meine liebsten Spiele waren auf jeden Fall “ Miner 2049er” und die Fortsetzung “ Bounty Bob Strikes Back“, das damals mit 100 Leveln glänzte… die haben meine Liebe zum Genre des Jump’n Runs gestartet, was heute noch mein liebstes Genre ist. Gerne habe ich auch die guten alten Infocoms gespielt, natürlich M.U.L.E., Archon und Archon II (von dem ich schon seit Jahren plane eine Flashversion zu bauen die man online spielen kann) waren absolut super… es gab so viele gute Spiele auf dem C64.

Hattest Du von Anfang an Spaß an der Materie?

Auf jeden Fall. Schon als Kleinkind liebte ich den ganzen Elektronikkram, selbst wenn ich ihn nicht verstand. Mein Vater baute Modellflugzeuge und wenn er neue Teile brauchte gab er meiner Mutter eine Liste von Bauteilen mit, die holte sie dann beim Wochenendeinkauf immer zusammen mit den normalen Sachen. Ich stand dann immer staunend vor den bunten Elektronikbauteilen im Schaukasten des Fachladens. Rückblickend glaube ich, dass das nur bunte Lüsterklemmen waren, aber was wusste ich damals schon? Ich war also schon immer fasziniert von allem was irgendwie blinkte und elektronisch war. Zu meinem großen Unglück bin ich handwerklich komplett unbegabt, weswegen ich meinem Vater nicht in den Modellbau folgen konnte.

Aber Computer waren perfekt für mich… man musste nicht handwerklich geschickt sein, konnte aber trotzdem unglaublich spannende Effekte erzielen. Und die intellektuelle Herausforderung in Basic ein Sprite über den Bildschirm schweben zu lassen war auch toll. Ich hatte sogar angefangen Assembler zu lernen um bei den ganz coolen Säuen mitzumachen, aber nachdem ich für einen einfachen Textscroller fast 1000 Zeilen Assembler zusammengetippt hatte, war mir die Lust daran vergangen…

Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter?

Uff. Online bin ich schon ewig. Zuerst mit dem oben schon erwähnten ASCOM-Akustikkoppler, den ich mir für teuer Geld gekauft hatte. Dummerweise wurde das Ding nicht wie sonst üblich an die RS232 Schnittstelle des C64 angeschlossen sondern an irgendeinen der anderen Ports, womit man von all der tollen Software draussen ausgeschlossen war und nur die Möglichkeit hatte auf die (ziemlich miese) Terminal-Software von ASCOM zuzugreifen. Das machte ich einige Monate lang mit, bis ich die viel bessere Software sah, die mein Kumpel Fletcher benutzte, die baute ich dann in Basic mehr oder weniger erfolgreich nach und hatte endlich auch die Möglichkeit Schrift und Hintergrund anders zu färben, meine Mailboxbesuche mitzuprotokollieren und Logins automatisch ablaufen zu lassen.

Meine erste Mailbox die ich besuchte hatte ich aus dem Happy Computer Sonderheft “Online” (oder so ähnlich) … eine Box in Hamburg, wo ich mich jeden Tag einwählte und stundenlang mit dem SysOp chattete – bis dann die Telefonrechnung über 500 Mark kam und mein Modem erstmal weggesperrt wurde.

Später tat ich mich dann in Fletchers Mailbox um, fand mich in der HAND-Mailbox ein (die Teil eines kleinen Mailboxverbundes war, die sich nachts austauschten und somit ihr Besucheraufkommen erhöhten), hangelte mich in’s FIDO-Net hoch, amüsierte mich über die Kleingärtner-Politik die da vorherrschte, brachte meinen Hausnode dazu, auch noch dem VNet beizutreten (einem kleineren Verbund von Mailboxen der explizit für Rollenspieler gemacht war) und landete schließlich irgendwann im “Intarweb”. Zuerst nur an der TH (die FH an der ich studierte konnte sich keinen eigenen Computerraum leisten, deswegen waren sie zur Untermiete bei der TH angemeldet), später dann über AOL (für etwa drei Monate) und dann über mehrere lokale Billiganbieter, bis ich nach einiger Zeit mir dann einen DSL-Anschluss gönnte… ich kann mich noch entsinnen, dass ich damals verkündete, dass ich erst dann mit meinem Gehalt zufrieden sein würde, wenn ich mir keine Gedanken mehr machen müsste, wie lange ich im Internet surfe…

Tja, and here we are… ca. 20 Jahre später, und alles ist größer, bunter, schneller … aber manchmal vermisse ich schon das “rööönkschnööörrrkfiepfiepfiepPLENKschrrooonk” eines 300 Baud Modems…

Hmmmm…

Geschrieben von in Brain removal, The Interweb am 10 Mai 2007

Heute wieder mal online einen Lottoschein aufgegeben und zum ersten mal tatsächlich gelesen, was mir Tipp24 da zurück schreibt:

“vielen Dank für Ihren Spielauftrag:

Bezeichnung Lotto Normalschein Samstag
[Blablabla]
Wir haben Ihren Spielauftrag an die Landeslotteriegesellschaft Hessen weitergeleitet.

Mit Ihrem Spieleinsatz unterstützen Sie kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte sowie die Sport- und Umweltschutzförderung.”

Achja? Kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte? Gilt das dann als Spendenquittung und ich kann meine Lottozettel von der Steuer absetzen?