Archive for August, 2005

Let the games begin … please?

Geschrieben von in Bauchnabelschau, Gamerz Paradise am 12 August 2005

Ich bin ja ein großer Fan von Spielen aller Art. Seien es Videospiele, Kartenspiele oder Brettspiele, ich bin für fast alles zu haben (okay, Rommée kann ich nicht so wirklich leiden und ein bisschen intelligenter als MauMau sollte es schon sein). Aus diesem Grund hatte ich auch eine regelmäßige Spielegruppe, mit der ich mich alle drei bis vier Wochen getroffen habe. Immer schön abends gespielt, gemeinsam gegessen … sehr nett, man kannte sich halt.

Nun bin ich ja vor längerem zu Frau I. gezogen und damit ist die Spielegruppe 250 Kilometer entfernt. Okay, wir treffen uns immer noch, aber bestenfalls einmal im Monat, eher noch alle sechs bis acht Wochen. Eher unbefriedigend.

Jetzt haben wir in unserer Stadt einen lokalen Spieletreff ausgemacht der sich alle zwei Wochen trifft. Prinzipiell sehr geil, nur mein einziges Problem: ich werde mit den Leuten einfach nicht warm. Es ist nicht etwa so, daß die Menschen da unsympathisch sind, aber man merkt halt deutlich, daß es sich um eine eingeschworene Gruppe handelt und wir stehen irgendwie außen. Ich hasse dieses Gefühl.

Heute Abend iss es wieder so weit. Obwohl ich für mein Leben gerne spiele geht meine Motivation gegen Null. Frau I. will mich trotzdem hin schleifen. Da sie für gewöhnlich bei solchen Sachen richtiger liegt mit ihren Gefühlen werde ich mich wohl überreden lassen, aber ich sag’s ganz ehrlich: ich hätte viel lieber meine gute alte Spielegruppe wieder.

Sperrstunde

Geschrieben von in Bauchnabelschau, Leet Haxxoring am 10 August 2005

Also, ich muss zugeben – WordPress ist wirklich sehr putzig. Insbesondere die sehr schmerzfreie Plugin-Benutzung kommt ziemlich gut.

So habe ich eben schnell mal ein “Autoclose Comments” Plugin reingehauen, das automagisch alle Kommentare in Beiträgen, die älter als 90 Tage sind, sperrt. Sehr nett. Dann iss endlich Schluss mit den geisteskranken Kommentaren von Leuten die ernsthaft glauben sie müssten noch irgendwas zu Dingen schreiben die seit 2 Jahren schon keine Sau mehr interessieren.

Also – wenn ihr euren Sermon ablassen wollt, bissi ran halten, newahr?

Ich hör auf.

Geschrieben von in Angry old man, Brain removal, The Others am 4 August 2005

Alle die jetzt aufatmen und denken “Boah, endlich macht der sein Weblog dicht”: am Arsch die Waldfee. Ich hör gar nicht auf, ich reg mich nur grad auf über dieses ständige “Ich hör mit meinem Weblog auf” Getue, wenn die Leute dann doch zwei Wochen später wieder anfangen. Okay, wenn das mit einer grundlegenden konzeptionalen Änderung einhergeht (also wenn ich z.B. aufhören würde wütende Tiraden über Sachen zu schreiben von denen ich keine Ahnung habe und stattdessen… ich weiß nicht … vielleicht Rezepte für Müslis aufschreiben würde), dann geht das ja noch irgendwie in Ordnung.

Aber die große Sinnkrise zu kriegen und dann zwei Wochen später wieder genau im selben Schritt weiterzumachen, das riecht doch sehr nach “Fishing for compliments”. Da wird doch gehofft, daß der große Sturm losgeht und alle losjammern “OH GOTT! HÖR NICHT AUF! Wie soll mein Leben ohne die wietergehen? Wenn du nicht aufhörst schwöre ich, daß ich mir alle Haare vom Körper abrasieren und auf dem Bauch nach Canossa robbe um dir eine Kirche aus Steinen zu bauen die ich höchtpersönlich mit meinen Zähnen aus heiligen Bergen gebrochen habe!!!!!!11!!1!einseinself!!!”

Frau I.’s Beobachtungen zum Thema Kaninchen

Geschrieben von in Funnay, She am 4 August 2005

Mümmel mümmel, kratz kratz, penn penn.

Hm. Irgendwie kommt mir das bekannt vor.

Schrecken in der Nacht

Geschrieben von in Angry old man, She am 3 August 2005

Es ist Tradition bei uns, daß ich Frau I. abends zum Einschlafen manchmal was vorlese. Also, wenn sie mich nötigt und es sich nicht vermeiden lässt. Normalerweise lese ich lieber meinen eigenen Kram, aber manchmal überredet sie mich dann halt doch, und wenn’s nicht gar so schlimm ist, muss ich jedes Kapitel nur zweimal vorlesen, weil sie für gewöhnlich mittendrin einschläft.

Jedenfalls hat sie mich gezwungen gebeten, ihr zuletzt “ Die Brüder Löwenherz” vorzulesen. Sie hatte mir das Buch mal geschenkt als ich ziemlich krank war, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen es zu lesen. Entweder ich las damals schon was anderes, oder ich fühlte mich zu unwohl, keine Ahnung.

Na jedenfalls sollte ich es ihr jetzt vorlesen. Hab ich auch getan. Aber mal ehrlich – was ist denn das für ein schreckliches Buch?

Für diejenigen, die das Buch noch nie gelesen haben: es geht um zwei Brüder. Der eine ist so krank, daß er seinen Lebtag nur in der Küche verbringt, der andere so eine Art arischer Superjunge den alle Welt liebt. Irgendwann brennt es dann mal und Superjunge rettet seinen Bruder, indem er mit ihm auf dem Rücken aus dem Fenster hüpft. Superjunge stirbt dabei. Soweit ganz normal möchte man denken.

Jetzt geht’s aber erst richtig los – denn irgendwann stirbt kranker Junge auch und Wunder oh Wunder (“oh” ist eines der am meisten gebrauchten Worte in dem Buch … z.B. “Der Wald war so dunkel, oh wie dunkel er war!”) sie kommen in das Land der Sagen und Lagerfeuer, namentlich “Nangijala”.

Kann man akzeptieren, ich meine ich akzeptiere ja auch graubärtige Magier die nach einem acht milliarden kilometer Fall inklusive Kampf mit einem Balrog unbeschadet und ohne nähere Erklärung zurückkehren um kleinen Menschen mit Haaren auf den Füßen zu helfen. Ich bin ja gar nicht so.

Wie das halt so ist, ist in Nangijala aber nicht alles Friede Freude Eierkuchen, sondern es gibt da natürlich einen richtig bösen Bösewicht und dem muss sich arischer Superjunge entgegenstellen. Kleiner kranker Junge (der in Nangijala nicht mehr krank ist, ergo also nur noch “kleiner stinknormaler Junge” ist) läuft irgendwie mit und jammert die ganze Zeit vor sich her auf eine gotterbarmenswerte Art und Weise, daß man rufen möchte “DANN BLEIB DOCH ZU HAUSE!”. Bleibt er aber nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn, irgendwann ist der richtig böse Böse platt, aber ganz ohne Tragik geht’s natürlich nicht. Superjunge wurde im Endkampf schlimm verletzt und wird den Rest seines Lebens gelähmt bleiben. Um das zu umgehen bittet er seinen jüngeren Bruder (wir erinnern uns: jammernder stinknormaler Junge) nicht etwa bahnbrechende Forschung in der neurologischen Chirurgie zu machen – NEIN, er bittet ihn mit ihm zusammen von einer Klippe zu springen, damit sie ins nächste Wunderland namens Nangilima kommen.

BITTE WAS? Jawohl, ganz richtig gelesen – das Buch endet damit, daß beide Brüder den Freitod suchen und dafür mit einem noch tolleren Paradies belohnt werden …………. und so was soll man Kindern vorlesen? Auf dem Umschlag steht sogar “besonders zum Vorlesen geeignet”.

Ja, wenn man seine Kinder vielleicht zu potentiellen Selbstmördern machen will. Ansonsten würde ich ihnen ja lieber noch das hier vorlesen.

Grow it!

Geschrieben von in Gamerz Paradise, Leet Haxxoring, The Interweb am 1 August 2005

Gottverdammich – das muss doch irgendwie zu schaffen sein. Ich komme immer nur maximal bis zum Drachen, der macht mich dann platt.