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Archive for Februar, 2005

Willkommen bei der Volksbank

Geschrieben von mein arsch in Angry old man, Bauchnabelschau am 9 Februar 2005

Ich hatte mein Konto schon immer bei der Volksbank, schon zu der Zeit als noch die Dinosaurier die Erde regierten und als ich tatsächlich irgendwann mit meiner Ausbildung anfing. Irgendwie hatte ich auch nie die Motivation die Bank zu wechseln, all die Werbung von wegen “Die Bank für junge dynamische Menschen” und was sonst noch für ein Schwachsinn erzählt wird um einen wegzulocken hat nie gezogen. Ich konnte mein Konto online verwalten, ich konnte meine Kontoauszüge am Automaten holen und ich konnte problemlos Geld abheben und das alles mit dem nur minimalst möglichen Menschenkontakt der notwendig war.

Dann kam der Tag wo ich mit Frau I. zusammenzog und plötzlich war meine Hausbank 250 Kilometer weit weg, und ich musste feststellen, dass Volksbank nicht gleich Volksbank ist. Zwar haben wir auch hier direkt um die Ecke eine Filiale, aber scheinbar bedeutet das nichts. Ich bekomme dort zwar am Automaten meine Kontoauszüge und auch Geld, aber wehe der Automat war ausgefallen und ich wollte am Schalter was abheben oder schlimmer noch, ich wollte was einzahlen. Das ging ja gar nicht. Denn Volksbank ist nicht gleich Volksbank.

Also habe ich mich vor nunmehr über zwei Wochen entschlossen meine Bank zu wechseln. Denn während ich ja durchaus mit meiner bisherigen Bank zufrieden war, ist es irgendwie doch unpraktisch 250 Kilometer fahren zu müssen, nur um was einzuzahlen. Ich machte also telefonisch einen Termin bei unserer lokalen Version und durfte dann auch tatsächlich am nächsten Tag vorstellig werden. Mein Anliegen meine beiden Konten (Privat und Geschäft) und auch alle damit verbundenen Dinge (EC-Karten, Kreditkarten, Daueraufträge etc.) zu transferieren wurde huldvoll entgegengenommen.

So weit, so gut � dummerweise wurde ich am nächsten Tag direkt von meinem zugeteilten Gesprächspartner abgeblockt. �Ja, ne, Kontoeröffnung, das soll mal die Frau Schnedermann [Name von der Redaktion geändert] machen!�

Also wartete ich auf Schnedermann. Frau Schnedermann dürfte um die 58 sein und hat einen leicht säuerlichen Gesichtsausdruck. Ich dachte erst mein Deo hätte vielleicht versagt, aber mittlerweile weiß ich, dass sie immer so aussieht. Frau Schnedermann lies sich dann auch noch mal alles lang und breit erklären, denn scheinbar hatte ihr niemand gesagt worum es mir ging. Also alles noch mal von vorne: Ich will meine Konten hierher transferieren, ich brauche entsprechende EC-Karten, ne neue Visa-Karte etc. blabla usw. usf. und können Sie das bitte alles möglichst schmerzlos für mich machen?

Ja, alles kein Problem sagte mir Frau Schnedermann, wir machen das, unterschreiben sie hier und hier und hier und lesen sie das nicht und hier und hier. Nachdem ich also ca. eine Million Dinge unterschrieben habe wurde mir mitgeteilt, dass ich meine neuen EC-Karten in etwas acht bis zehn Tagen abholen könne, dann könnte man auch das mit der Visa-Karte angehen. �Melden Sie sich dann bei mir?� fragte ich blauäugig, doch Frau Schnedermann schmetterte das nur mit einem eiskalten �Nein� ab, was mich erstaunt zurück lies. Im Laufe unseres weiteren Gesprächs erklärte sie mir dann auch noch beiläufig, dass sie in 14 Tagen sowieso nicht mehr hier wäre, weil ihr �ein neues Aufgabengebiet� zugewiesen worden wäre, und nächstes Jahr würde sie ja sowieso in Rente gehen. Da hätten eigentlich die Alarmglocken angehen sollen, aber noch war ich jung und naiv. Schließlich bekam ich auch noch eine neue TAN-Liste und die Mitteilung, dass Onlinekonten bei meiner neuen Bank anfänglich grundsätzlich mit der spannenden PIN-Nummer 12345 geschützt sind.

Also ging ich nach Hause, bewaffnet mit einem Stapel neuen Papiers und versuchte mich online. Ging nicht. Ich kam zwar rein, wurde nach Eingabe von 12345 auch gebeten meine PIN zu ändern, das klappte aber nicht. Na gut, vielleicht waren die Konten noch nicht bereit.

Drei Tage später waren sie das immer noch nicht. Leichtes Grübeln setzte ein� was sollte das werden? Ich brauchte dringend aktive Konten auf die meine Kunden meine Rechnungen bezahlen konnten und auf meine alten konnte ich ja wohl nicht mehr guten Gewissens zugreifen. Nun ja, ich musste ja nächste Woche sowieso wieder hin um meine EC-Karten abzuholen, da könnte man das ja alles in einem Aufwasch klären.

Als ich dann das nächste mal einfiel war Frau Schnedermann gerade in einen brutalen Kampf mit ihrer Schreibmaschine verwickelt und lies mich deswegen 15 Minuten warten. Dann endlich durfte ich mein Anliegen vortragen, zum einen, dass ich doch jetzt gerne meine EC-Karten hätte und zum anderen, dass mein Online-Banking nicht funktionieren würde. Nach den EC-Karten schaute Frau Schnedermann sofort, mein Online-Problem reichte sie weiter an den Chef (nehme ich an). Kurz darauf wurde mir mitgeteilt, dass ich meine EC-Karten ja doch nicht abholen müsse, die würden mir doch zugeschickt. Und mein Online-Problem bestand darin, dass es scheinbar niemand für nötig gehalten hatte meine TAN-Liste frei zu schalten.

Langsam regte sich in mir der Verdacht, dass ich hier an eine Bank geraten war deren Einstellung zum Kunden eher �Ohje, schon wieder einer!� entspricht. Auch meine Frage wie es denn nun mit einer neuen Visa-Karte aussähe wurde nur lapidar abgeblockt mit dem Kommentar �Die können wir erst beantragen wenn die alte gekündigt ist, und das ist sie erst, wenn Sie ein Schreiben von ihrer alten Bank haben!�

Mittlerweile sind 15 Tage vergangen seit ich erstmals vorstellig wurde. Was ich nicht habe sind EC-Karten, was ich nicht habe ist eine Visa-Karte und was ich ganz besonders nicht habe ist noch mehr Geduld. Also werde ich morgen da reinmarschieren und mal ordentlich auf den Tisch hauen. Mal sehen ob ich Frau Schnedermann aus ihrem Dornröschenschlaf erwecken kann.

Ein Ratschlag an die Jugend

Geschrieben von mein arsch in Gamerz Paradise am 7 Februar 2005

Kinder, haltet euch fern von World of Warcraft. Das Zeug ist schlimmer als Crack! Da liegt kein Seegen drauf! Echt jetzt!

Die Sache mit der Maske…

Geschrieben von mein arsch in Brain removal, Teh Sexxorz, The Interweb am 1 Februar 2005

und dem Stroh

[via Hinterding]