Archive for September, 2004

Six degrees of separation

Geschrieben von in Alles sonst so am 24 September 2004

“Dick Cheney insists on link between Al Qaeda and Kevin Bacon.

Al Qaeda was trained by the CIA which was created by Harry Truman who dropped the bomb which was conceived by the Manhattan Project which was a movie starring John Lithgow who was in Footloose with Kevin Bacon.”

www.sinfest.net

"Gehen Sie nicht ins Gefängnis"-Karte

Geschrieben von in Alles sonst so am 20 September 2004

Oder: “Die Super-Nanny von Guantanamo Bay”.

Wow, RTL. Just “wow”.
Auf der ständigen Suche nach neuen Tiefpunkten und Doku-Soaps macht ihr wohl keine halben Sachen, was?

Nun gebe ich gerne zu, dass mein Grundkurs Erziehungswissenschaften in der gymnasialen Oberstufe (in dem Kurs waren die ganzen heißen Mädels, also Ruhe bitte) gut 18 Jahre zurückliegt und ich somit möglicherweise nicht mehr ganz auf dem laufenden bin, was die neuesten Trends in der Kindererziehung angeht. Aber Quasi-Einzelhaft im leergeräumten Zimmer und Psychoterror können eigentlich nicht dazu gehören, möchte ich meinen.

Und wenn man die “Super-Nanny” am zweiten Tag sinngemäß hören sagt “Endlich weint er mal. In der ganzen Zeit hat er noch nicht einmal geweint, das hat mich schon beunruhigt…”, dann fragt man sich, ob die Berufsbilder “Domina” und “Super-Nanny” bei der Bundesanstalt für Arbeit nicht im selben Ordner abgelegt worden sind.

Das Balg war zwar wirklich unausstehlich, aber anstatt es für’s Leben darauf zu konditionieren, schlanke, brünette und brillentragende Frauen abgrundtief zu hassen, hätte es vermutlich auch mal eine ordentliche Watschen getan.

So aber braucht der Junge nur eine Kopie der Sendung aufbewahren und damit in 12-15 Jahren einfach mal rumwedeln, wenn er wegen des Mordes an einer Prostituierten, die in das gleiche Schema wie die Super-Nanny fällt, vor Gericht steht. Kein Richter könnte ihn vermutlich dafür verurteilen.

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Geschrieben von in Bauchnabelschau, I saw it on TV am 11 September 2004

Hm. Ich werd besser, und dabei bin ich noch zwei Jahre von der nächsten Altersgruppe entfernt, wo’s wieder Bonuspunkte gibt. Yay! Ich werd auf meine alten Tage noch ne vereinheitlichte Feldtheorie entwickeln, ich sehs schon kommen.

Oder vielleicht erfinde ich auch nur was, womit man Leuten übers Internet eine batschen kann, das wär ja auch was praktisches. Mal schaun.

Hummel Hummel…

Geschrieben von in Alles sonst so am 10 September 2004

Ich bin dieses Wochenende in Hamburg – was kann man da so alles lustiges unternehmen?
Tipps bitte in die Kommentare – danke, ganz lieb!

(Die obligatorische Comedy Option: “Kiez und Reeperbahn” nehme ich hier schon mal vorweg, damit das vom Tisch ist.)

Telekom – unverschämt <strike>günstig</strike> dämlich

Geschrieben von in Alles sonst so am 6 September 2004

Oder: Telekom – hier zahlen Sie für unsere Fehler!

Schreiben von der Telekom (sinngemäß):
“Sie haben ein altes DSL-Modem. Pfui. Kriegen Sie ein neues von uns. Mit der Post. Für lau. So sind wir zu Ihnen. Damit das neue Modem funktioniert, muss Ihr DSL-Anschluss umgestellt werden. Das machen wir am 06.09.. Dann müssen Sie Ihr neues Modem anschließen, das alte funktioniert dann nicht mehr.”

“Oh, toll”, habe ich noch gedacht.

Bis heute morgen, als das alte DSL-Modem die Zusammenarbeit einstellte und das neue Modem noch nicht, wie angekündigt, geliefert wurde.

Da merkt man ziemlich schnell, dass man im Büro ohne Intarweb und so Zeug eigentlich gar nichts mehr machen kann. Also ab zum T-Punkt 100 Meter weiter, die Lage erklären und darauf hoffen, ein Übergangsmodem bekommen zu können, damit nicht drei Mann den ganzen Tag auf ihren Daumen sitzen und Schiffe versenken auf Papier spielen müssen.

Fehlanzeige. “Wir haben keine Modems. Und selbst wenn, dann dürfte ich Ihnen keins geben.” Aber in der Filiale am anderen Ende der Stadt, da gibt es noch welche. Da wird man auch schnell nach einer guten halben Stunde Warterei bedient. “Wir haben Modems, aber ich darf Ihnen keins geben. Aber warten Sie mal einen Moment, ich rufe mal bei der Geschäftkundenbetreuung an, um zu klären, wo Ihr DSL-Modem steckt”.

Gut, alles was ich zu diesem Zeitpunkt weiß, ist “das Modem ist nicht hier” und das reicht mir an Information. Ob es nun unterwegs ist oder noch nicht mal verschickt, hilft mir ü-ber-haupt nicht weiter.

Egal. Fast forward weitere 30 Minuten (Merke: ein Telekom-”Moment” entspricht einer halben Stunde unserer sterblichen Zeit): Ich darf ein DSL-Modem kaufen (EUR 89,99) und kulanterweise wiederbringen, wenn das andere Modem denn irgendwann mal per Post ankommt. Das ist doch wirklich ein großzügiges Angebot denke ich mir. Das war mir den Verlust von 3 Manntagen Arbeitszeit, einer erstattbaren Vorleistung von knapp 90 Euro und gut und gerne zwei Stunden Freakshow im T-Punkt wert.

Und nochwas: Bin ich eigentlich der einzige, der je-des-mal im T-Punkt Zeuge wird, wie jemand hinter der Theke entschuldigend mit den Schultern zuckt und alle Kundendaten mit Kugelschreiber und Papier aufnimmt, weil “das System gerade langsam ist” oder man “in das System nicht reinkommt”?

Und das bei einem Kommunikationsdienstleister, der an den Wänden Banner hängen hat, die mit “Zuverlässiger und professioneller Netzwerkanbindung” werben?

Wer noch Aktien von dem Laden hat – weg damit.
Das wird nichts mehr…

Nachtrag (07.09. 08.09.):
Das per Post angekündigte Modem ist immer noch nicht angekommen. Dies wäre also Tag 2 3 der völligen gewerbsmäßigen Untätigkeit in meiner kleinen Klitsche, wenn ich nicht selber aus’m Arsch gekommen wäre und mich gestern in die Hölle, die sich T-Punkt nennt, begeben hätte…

Psycho-Date, pt. II

Geschrieben von in Alles sonst so am 1 September 2004

Wie blöde kann man denn bitteschön sein?
Das letzte Mal hätte mir doch weiss Gott Erinnerung und Mahnung genug sein müssen.

Aber nein, der Herr Sack hat ja nicht die nötigen Klötze um einfach mal “‘Nee, lass mal – Du bist mir echt zu durchgeknallt – und nicht in der guten Bedeutung des Wortes” zu sagen.

Wenigstens war ich dieses Mal so clever zu sagen, dass ich allerhööööchstens anderthalb Stündchen Zeit habe, weil morgen früh raus und alles so anstrengend und so. So habe ich mir wenigstens von vornherein eine Fluchtmöglichkeit offengelassen, ohne den Handywecker stellen zu müssen…

Und Jungejunge, war das ein cleverer Schachzug. Alleine vom zuhören hatte ich teilweise das Gefühl, selber nicht mehr alle Latten auf dem Zaun zu haben. Sehr surreal. Was soll man denn denken, wenn es innerhalb von zwei Halbsätzen von Urlaub/Jobbing in Spanien zu gefakten Pornowebseiten, die Ex-Freunde angeblich über sie gemacht haben bis hin zu in Aussicht stehenden Plattenverträgen geht?

Ich meine, mal ganz ehrlich – wenn man sich 15 Jahre nicht gesehen hat und dann in 8 Monaten zwei Mal unverbindlich ausgeht, will man da hören, dass das Gegenüber zu wissen glaubt, alle in Ihrem Umfeld hielten sie “für eine Nutte oder Domina”, die “gerne in den Hintern gefickt” wird? Oder von dem alkoholkranken Hausmeister, der sich in ihrer Abwesenheit mit dem Zweitschlüssel in ihr Bett legt und Kondome auf dem Nachtisch plaziert? Oder von dem Nachbarn, der ihr immer mit dem Fernglas nachstiert? Oder von den Handykameras, die verräterische Fotogeräusche machen, wo immer sie geht und steht?

Wenn irgendjemand einen Studie darüber machen will , dass regelmäßiger Cannabiskonsum paranoid macht, ich kenn’ da jemanden…

Und jetzt mal gucken, ob man bestimmte Anrufnummern auf dem Handy blockieren kann.
Aber wahrscheinlich muss ich jetzt auch noch umziehen. So ein Dreck.