Oder: Telekom – hier zahlen Sie für unsere Fehler!
Schreiben von der Telekom (sinngemäß):
“Sie haben ein altes DSL-Modem. Pfui. Kriegen Sie ein neues von uns. Mit der Post. Für lau. So sind wir zu Ihnen. Damit das neue Modem funktioniert, muss Ihr DSL-Anschluss umgestellt werden. Das machen wir am 06.09.. Dann müssen Sie Ihr neues Modem anschließen, das alte funktioniert dann nicht mehr.”
“Oh, toll”, habe ich noch gedacht.
Bis heute morgen, als das alte DSL-Modem die Zusammenarbeit einstellte und das neue Modem noch nicht, wie angekündigt, geliefert wurde.
Da merkt man ziemlich schnell, dass man im Büro ohne Intarweb und so Zeug eigentlich gar nichts mehr machen kann. Also ab zum T-Punkt 100 Meter weiter, die Lage erklären und darauf hoffen, ein Übergangsmodem bekommen zu können, damit nicht drei Mann den ganzen Tag auf ihren Daumen sitzen und Schiffe versenken auf Papier spielen müssen.
Fehlanzeige. “Wir haben keine Modems. Und selbst wenn, dann dürfte ich Ihnen keins geben.” Aber in der Filiale am anderen Ende der Stadt, da gibt es noch welche. Da wird man auch schnell nach einer guten halben Stunde Warterei bedient. “Wir haben Modems, aber ich darf Ihnen keins geben. Aber warten Sie mal einen Moment, ich rufe mal bei der Geschäftkundenbetreuung an, um zu klären, wo Ihr DSL-Modem steckt”.
Gut, alles was ich zu diesem Zeitpunkt weiß, ist “das Modem ist nicht hier” und das reicht mir an Information. Ob es nun unterwegs ist oder noch nicht mal verschickt, hilft mir ü-ber-haupt nicht weiter.
Egal. Fast forward weitere 30 Minuten (Merke: ein Telekom-”Moment” entspricht einer halben Stunde unserer sterblichen Zeit): Ich darf ein DSL-Modem kaufen (EUR 89,99) und kulanterweise wiederbringen, wenn das andere Modem denn irgendwann mal per Post ankommt. Das ist doch wirklich ein großzügiges Angebot denke ich mir. Das war mir den Verlust von 3 Manntagen Arbeitszeit, einer erstattbaren Vorleistung von knapp 90 Euro und gut und gerne zwei Stunden Freakshow im T-Punkt wert.
Und nochwas: Bin ich eigentlich der einzige, der je-des-mal im T-Punkt Zeuge wird, wie jemand hinter der Theke entschuldigend mit den Schultern zuckt und alle Kundendaten mit Kugelschreiber und Papier aufnimmt, weil “das System gerade langsam ist” oder man “in das System nicht reinkommt”?
Und das bei einem Kommunikationsdienstleister, der an den Wänden Banner hängen hat, die mit “Zuverlässiger und professioneller Netzwerkanbindung” werben?
Wer noch Aktien von dem Laden hat – weg damit.
Das wird nichts mehr…
Nachtrag (07.09. 08.09.):
Das per Post angekündigte Modem ist immer noch nicht angekommen. Dies wäre also Tag 2 3 der völligen gewerbsmäßigen Untätigkeit in meiner kleinen Klitsche, wenn ich nicht selber aus’m Arsch gekommen wäre und mich gestern in die Hölle, die sich T-Punkt nennt, begeben hätte…
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