Archive for August, 2004

Gold für Deutschland!

Geschrieben von in Bauchnabelschau am 31 August 2004

Tja, das wars dann ja wohl. Sechster Platz auf dem Medaillenspiegel, obwohl wir die ganzen überdopten Ost-Sportler geerbt haben. Schwache Leistung.

Aber fürchtet euch nicht, denn Super-Arsch hat eine brilliante Idee! Wenn wir nicht in den bestehenden olymischen Sportarten gewinnen können, dann müssen wir halt neue erfinden. So eine habe ich heute erfunden: Das Einzelkatzen-Boules!

Die Regeln sind einfach. Man nimmt eine (1) Katze und sucht sich einen etwas längeren Raum, z.B. einen Flur oder auch einen Durchgangsraum. Dann nimmt man zehn Stücken Schmackofatz (Käserollies oder ähnliches). Die Aufgabe besteht nun darin eben jene Schmackofatze so zu werfen, daß die Katze eine möglichst große Anzahl an Schritten zurücklegt, bevor sie das geworfene Schmackofatz fressen kann. Jeder Schritt wird gepunktet. Wird ein Schmackofatz so geworfen, daß die Katze es nicht findet gibt es Punktabzug, der jedoch wiedergutgemacht werden kann, indem ein weiteres Schmackofatz aus der Wurfreserve so geworfen wird, daß das zuvor missworfene Schmackofatz von der Katze gleichzeitig entdeckt wird.

Meine Damen, meine Herren, Sie haben vier Jahre Zeit um zu üben! Gold für Deutschland!

Hallo, Herr Faber!

Geschrieben von in Alles sonst so am 31 August 2004

Mit Ihrem Superduper-Lottosystem sollten Sie eigentlich so viel Kohle verdienen, dass Sie sich zumindest mal ein anständiges Veneer für Ihren Schneidezahn leisten können

Das ist ja schon nicht mehr feierlich – wenn Sie sich einen Ballonseidentrainingsanzug überwerfen, könnten Sie sich direkt in eine Nachmittagstalkshow setzen, ohne aufzufallen.

Es liegt was in der Luft…

Geschrieben von in Bauchnabelschau, The Interweb am 25 August 2004

So – endlich haben Frau I. und ich den letzten Kram meiner Besitztümer (oder dem, was Frau I. mir erlaubte zu behalten) aus meiner Wohnung geholt und in ihre Wohnung geschafft. Hamwer das auch fertig.

Die größten und schwersten Sachen haben wir über Undertool machen lassen, mit Startgebot 350 Euro und Engebot 223 Euro plus Märchensteuer. Kann man sich nicht beschweren für den ganzen Kram den die armen Kerle schleppen mussten.

Was uns aber bei der Fahrt über die Autobahn merkwürdig aufgestossen ist, war, daß an jeder Baustelle an der tatsächlich auch Bauarbeiter waren, ein intensiver Geruch von in der Pfanne gebratenen Pilzen ausging. Kann mir das BITTE irgendwer erklären? Okay, wenn es nur eine Gruppe gewesen wäre, hätte ich das ja noch als Zufall abgetan, aber es waren ingesamt drei, und jedes mal roch es intensiv nach Pilzen, wie früher zu Großmutters Zeiten. Sehr seltsam, das.

Me-OoooowwwwRRRRRRR

Geschrieben von in Alles sonst so am 19 August 2004

Mal eine Frage an die hier mitlesenden Katzenbesitzer – wie lange sind diese Viecher eigentlich spitz?

Seit einer beschissenen Woche habe ich hier zwei von diesen Satansbraten im Hinterhofgarten rumschleichen und sich räudig anfauchen – fast non-stop.

Und wer das Geräusch schon mal gehört hat, weiss, dass es kaum schlimmere Laute geben kann. Wenn ich sie mal sehe, gibt es gleich ein nasses Klopapierbällchen an den Arsch gefeuert, aber das scheint die Libido der beiden Drecksviecher nicht im geringsten zu beeindrucken.

Shmups at it’s best!

Geschrieben von in Gamerz Paradise, The Interweb am 16 August 2004

Ein gutes Shoot’em Up (oder kurz Shmup) ist ja schwer zu finden – das letzte mir bekannte war Ikaruga. Aber wenn man dann noch ein sehr gutes für lau bekommt, dann kann ich nur sagen “Get that game, you BITCHES!!!”

Es kann der frömmste nicht in Frieden ruhen…

Geschrieben von in Angry old man, Bauchnabelschau, She am 5 August 2004

…wenn es dem Weibe nicht gefällt.

Ich muss hier mal für Herrn Pappnase (und für all die Männer da draussen, die mit ihren Frauen zu Ikea gehen müssen) niederbringen, was Frau I. und ich so erlebt haben. Hauptsächlich ich.

Wir hatten uns also entschlossen Frau I.’s ollen blöden Minischreibtisch zu entsorgen und ein paar vernünftige Schreibtische zu kaufen, damit wir gemeinsam im Arbeitszimmer an unseren Rechnern sitzen können. Wir entschieden uns für die Ikea-Schreibtische “Galant”, obwohl Frau I. darauf bestand, daß sie unbedingt Schreibtische von der Serie “Effektiv” haben wollte. Die nette Dame beim Ikea sagte uns dann, daß es die Serie nicht mehr gibt und durch die Serie Galant ersetzt wurde. Ich für meinen Teil lächelte nur sanft in mich hinein, noch war ich mit meinem Buddha-Ich im Einklang und all meine Chakren waren ausgelotet.

So schleppten wir also dank Frau I.’s Hamsterinstinkten drei Ikea Büromöbelkataloge sowie ca. 250 Blatt Millimeterpapier nach Hause. Geschickterweise hat Ikea in seinen Katalogen kleine Pappmöbelchen hinten drin, die man ausbrechen und dann auf einem zuvor gezeichneten Lageplan des Zimmers legen kann um zu sehen ob das überhaupt passt.

Nach stundenlanger Diskussion konnte ich Frau I. endlich davon überzeugen, daß es keinen Sinn Macht die Tische in Form eines U aufzubauen, da wir uns dann ständig mit den Stühlen gegenseitig anrempeln würden, und daß es besser wäre ein T zu bilden – so würde man sich auch gegenüber sitzen und könnte sich ins Angesicht schauen, so man das denn wollte.

Okay, also zurück zu Ikea. Zurück in die Büromöbelabteilung, Tische bestellt, Zettel gekriegt: “Gehen Sie runter an die Warenausgabe, da wartet der Kram schon auf sie!”

Tja, leider nicht GANZ korrekt. Der Kram wartete nicht auf uns, vielmehr warteten WIR auf den Kram – und zwar mindestens eine halbe Stunde. Dann endlich kamen unsere Tische in Einzelteilen auf einer Karre an. Die Platten und die Gestelle überreichten wir sogleich dem direkt neben der Warenausgabe stehendem Spediteur … und dann geschah es. Von dem kläglichen Rest erblickte mein geliebter Augenstern die Beine. Blickte mich an. Blickte die Beine an. Blickte wieder mich an … und sprach “Die sind ja silbern!”

Ich denke, daß ich wohl einen Ausdruck zwischen “Hä?” und “Oh gott!” auf dem Gesicht hatte, während die Unterhaltung wie folgt ablief:

Ich: “Jaaaaa? Und?”
Frau I.: “Die passen überhaupt nicht zu meinen Bücherregalen! Ich will schwarze Beine!”
Ich: “Schatz, die gibts nicht in schwarz!”
Frau I.: “Gibt es wohl!”
Ich: “Nein, gibt es nicht. Ich hab den Katalog mitlerweile sechsmal durchwühlt, es gibt die nur in silber!”
Frau I.: “Garnich, ich hab die schon in schwarz gesehen. Ich tausch die jetzt um!”
Ich: “Och nö, oder?”
Frau I.: “Oh doch!”

Also schoben wir unseren Wagen zum Warenumtausch, welche sinnigerweise EBENFALLS direkt neben der Warenausgabe steht. Dummerweise war nur ein Schalter von vieren besetzt und so verbrachten wir weitere 45 Minuten unseres Lebens sinnlos mit dem sitzen auf ergonomisch schlecht geformten Holzbänken.

Als wir schließlich vorgelassen wurden nahm der Herr am Warenumtausch sofort unsere silbernen Beine von uns (also nicht unsere, sondern die von den Tischen), legte sie hinter seinem Schalter in Sicherheit und blickte in seinen Computer. Schon kurz darauf exklamierte er “Die Beine gibt es nicht in schwarz!”, woraufhin ich mir ein “HAB ICH DOCH GESAGT!” nicht verkneifen konnte.

Frau I. jedoch lies nicht locker und bestand darauf, daß es die Beine in schwarz gäbe und vielleicht ständen die bloß nicht im Computer. Der Herr, mitlerweile mit einem typischen “Ich geb ihr einfach mal recht, vielleicht geht sie dann weg!” Blick im Gesicht teilte uns dann mit, daß es möglicherweise tatsächlich schwarze Beine gebe, die müsse man dann aber wieder oben im Büroabteil bestellen.

Da wir beide mitlerweile überhaupt keine Lust mehr auf Ikea hatten entschlossen wir uns nach Hause zu fahren. Frau I. versprach dann in wenigen Tagen nochmals zu Ikea zu fahren, wenn sie sowieso in der Nähe zu tun hatte, und die Beine zu bestellen. Was sie nicht tat.

Also fuhren wir irgendwann GEMEINSAM wieder zu Ikea. Kämpften uns wieder zu den Büromöbeln durch, bestellten wieder die Beine für unsere Tische, aber diesmal bitte in schwarz.

“In schwarz gibt es die nicht!”

Frau I. bestand darauf, daß sie die Beine schon mal in schwarz gesehen hätte, aber die Verkäuferin war eisern und verriet uns, daß es die Beine nur in Silber und eventuell auch noch in dunkelgrau gibt. Also nahmen wir die dunkelgrauen, bekamen unseren Zettel, latschen (wieder einmal) zur Warenausgabe und bekamen unsere Beine diesemal tatsächlich recht schnell.

Auf dem Weg zum Auto blickte Frau I. auf die Beine und meinte “Die sehen aber so plastikmässig aus. Ich hätte doch lieber die silbernen!” … das war dann der Zeitpunkt, wo ich ihr einen Kartoffelsack über den Kopf stülpte, sie in den Kofferraum sperrte und erst zuhause wieder rauslies. War das falsch?

Wie wir (und wenn ich WIR sage, meine ich ICH) die Tische dann fünfmal zusammen- und wieder auseinandergeschraubt haben, das erzähle ich dann ein anderes mal…