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Archive for Juni, 2004

Ganz vergessen gestern…

Geschrieben von mein arsch in Angry old man, I saw it on TV am 24 Juni 2004

“Ihhhhhr könnt nach Hause fahrn, ihr könnt nach Hause fahrn. Ihr könnt, ihr könnt, ihr könnt nach Hause fahrn!”

Können wir damit die EM offiziell als beendet betrachten und das ganze banale Fussballgelaber wieder aus den Medien entfernen? Vielen dank!

On a total different sidenote: es wird spannend zu beobachten wieviele Fernseher jetzt bei Ebay auftauchen werden. Ich wünschte man könnte das irgendwie als Statistik sehen…

Dankbar für Werbung

Geschrieben von mein arsch in Angry old man, I saw it on TV am 23 Juni 2004

Es gibt tatsächlich die Situation in der man dankbar ist, wenn im Fernsehen die Werbung anfängt. So eine war gerade eben – heute mit Frau I. bei der Nachbarin gewesen die gefeiert hat und das gesamte Haus sowie die halbe Stadt eingeladen hat. Dummerweise ist es scheinbar mitlerweile chic seine ganzen Blagen (alias Teppichratten) mitzuschleppen, wodurch sich ca. 120 Kinder tummelten, die sich wie 450 Kinder aufführten.

Wenn sie einem nicht mit ihrem Kinderwagen die Schienbeine zu zertrümmern versuchten patschten sie mit ihren kleinen Dreckshändchen in den Kuchen oder schmierten ihre Rotze irgendwelchen fremden Menschen an die Kleidung. Wenn sie das nicht alleine machten, dann wollten die Muttis unbedingt, daß ihre rotzverschmierten Bälger anderen Leuten Gutenachtküsse geben. Erinnert sich irgendjemand an Ghostbusters? Die Szene wo einer sagt “Er hat mich vollgeschleimt?”. Tja, der Drehbuchschreiber wurde wohl kurz zuvor von einem Rotzkind geküsst…

Naja, wir sind dann schreiend entflohen und haben uns hinter verschlossenen Türen verrammelt, aber der verfluchte Günther Jauch muss natürlich ein blödes Drecksblag bringen das es irgendwie geschafft hat aus dem Fenster zu fallen und entgegen Gottes Plan zu überleben. Und das blöde Blag ist so verdammt schlecht erzogen, daß es ausser “Nein” und “Bbbrrrrrztttlll” nix zu sagen bereit ist. NEEEERVEND. Und natürlich finden das alle im Publikum superniedlich. Deutschland einig Dumpfbackenland. Zum Glück fing dann die Werbung an. Da soll nochmal jemand was gegen Werbeblöcke sagen.

Garfield wie wir ihn noch nie kannten…

Geschrieben von mein arsch in The Interweb am 22 Juni 2004

http://slate.msn.com/id/2102299

So that is that… and it is good.

Geschrieben von mein arsch in Bauchnabelschau, She am 20 Juni 2004

frage9 (21k image)

In a perfect world…

Geschrieben von mein arsch in Funnay, The Interweb am 19 Juni 2004

[Fooz] In a perfect world… spammers would get caught, go to jail, and share a cell with many men who have enlarged their penisses, taken Viagra and are looking for a new relationship.

More IRC Chat hillarity right here!

Come together – the video

Geschrieben von mein arsch in Leet Haxxoring, The Interweb am 8 Juni 2004

Total übergroßes flash, aber trotzdem saugeil. Mad props!
[Via Hinterdings Guest Blog]

Raahh, Flashback

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 5 Juni 2004

Wie schön wäre es doch, wenn Musik nach einer angemessenen Zeitspanne für jedermann kostenlos – und selbstverständlich völlig legal – verfügbar wäre.

Sagen wir mal, so nach 10 Jahren wandert alles in ein großes Onlinearchiv, dass von der Musikindustrie finanziert wird. Denn wer nach 10 Jahren mit einer Platte noch nicht genug abgesahnt hat, wird es über die normalen Vertriebswege heutzutage auch nicht mehr schaffen.

Ich bin beim Ausmisten auf einen großen Karton mit MixTapes aus den späten 80er Jahren gestossen. Und sitze nun schon seit Stunden vor dem schon seit vermutlich 10 Jahren nicht mehr benutzten Tapedeck und kriege einen Flashback nach dem anderen reingedrückt.

Wer macht mit?
Ich biete für den Anfang

Killing Joke – Love like blood
The Bollock Brothers – Faith Healer
Heroes del Silencio – Entre dos tierras
The Mission – Wasteland
New Model Arms – Vagabonds
Pat Metheny & David Bowie – This is not America

{seufz} Das waren noch Zeiten.

Vom Schweizer

Geschrieben von mein arsch in Bauchnabelschau, She am 1 Juni 2004

Es begab sich also zu der Zeit, dass die Frau I. mich in ein kleines Schweizer Bergdorf entführte, wie ich ja bereits angedeutet habe. Zwei Wochen wollten wir dort leben wie Adam und Eva dereinst im Paradies, nur ohne die ganze Sache mit der Schlange und der Verbannung und so.

Allein, schon auf dem Weg dahin ergaben sich die ersten Probleme, hatte doch der Routenplaner Falk zwar eine exzellente Fahrtroute bis zur Schweizer Grenze für uns berechnet, hatte sich aber gleichzeitig direkt dahinter darauf eingeschworen uns durch ca. 800 kleine Städtchen mit einer maximalen Einwohnerzahl von 30 sowie ca. eine Milliarde Serpentinenstraßen zu führen … und nicht etwa über die Autobahn via Bern, wo man den selben Weg hätte in zwei Stunden zurücklegen können, wenn man es denn gewusst hätte!!!

So fuhren wir also bergauf und bergab, grad wie es uns gefiel. Der Schweizer von Natur aus hat sich ja sowieso schon eine bergige Landschaft ausgesucht um seinen Lebensabend zu begehen. Ich bin mir nicht sicher, aber wahrscheinlich hat der Schweizer anschließend noch ein paar Berge extra importiert, damit es keine Flache Stelle mehr in seinem Land geben möge. Was soweit ja kein großes Problem wäre, wenn der Schweizer nicht auch einige andere seltsame Vorlieben hätte, so z.B. für sinnlose Kreisverkehre (z.B. welche die einfach mitten in eine Straße eingebaut werden ohne Abzweigungen), Verkehrsschilder die mehrere Richtungen zu den selben Orten anzeigen (�Alle Wege führen nach St. Cachou�), Verkehrsschilder die so aussagekräftige Hinweise enthalten wie �Toutes directions� (frei übersetzt: hier geht�s überall hin!) sowie nicht zuletzt Straßen, die nicht ganz breit genug sind für auch nur ein Auto, aber in beide Richtungen befahren werden sollen. Der Schweizer hat dann auch kein Problem damit, von einem deutschen Touristen zu erwarten, dass dieser an einem 38prozentigem Gefälle doch bitte den Rückwärtsgang einlegen und den Berg rückwärts wieder hochfahren soll, damit er (der Schweizer) sich dann an ihm vorbeidrängen kann.

Womit der Schweizer durchaus Probleme hat ist umsichtige und rücksichtvolle Fahrweise. Obwohl der Schweizer Bußgeldkatalog bei lockeren 125 Euro anfängt (für 20 km/h zu schnell) setzt der Schweizer es scheinbar als gegeben voraus, dass jeder die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen grundsätzlich überschreitet. Wer es hingegen wagt sich an die Regeln zu halten, wird mit Lichthupe und Auffahren bedroht, wie es selbst einem eingestandenen Mercedes-Testfahrer gut zu Gesicht stehen würde.

Nichtsdestotrotz kamen wir dann doch irgendwann mal an unserem Zielpunkt an � ich selbst bekam davon nicht mehr so schrecklich viel mit, hatte sich durch die lange Autofahrt doch ein Nerv in meinem Rücken verklemmt, wodurch ich nur noch humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht in unsere Behausung und anschließend auf die zum Glück vorhandene Couch fallen konnte. Frau I. war dann noch so nett mich darauf hinzuweisen, dass sie jetzt erst mal die Tierhinterlassenschaften des letzten Jahres entfernt und wies mich freundlicherweise auch auf alle zwölf toten und lebenden Spinnen hin, die sie entfernte, aber das war mir dann auch egal. Zumindest zu dem Zeitpunkt.

Am nächsten Tag stellte ich dann jedoch fest, dass der Schweizer die Natur liebt, und dass die Natur den Schweizer scheinbar mit ebenso vehementer Leidenschaft zurückliebt. Dummerweise kann die Natur den Schweizer nicht vom Deutschen unterscheiden, weswegen wir uns während der folgenden zwei Wochen mindestens zweimal täglich darum bemühen mussten, etwas langbeiniges, schillerndes, beflügeltes, kribbeliges oder beliebige Kombinationen davon entweder mit der Fliegenklatsche zu erlegen oder mit dem Staubsauger dem wirbelnden Tod zu übergeben.

Generell gesehen gefiel mir die Schweiz gut, wenn da nur nicht die nervigen Berge wären, die einem dauernd im Weg rumstehen. Auch war in der Gegend, in der wir uns aufhielten, das Problem, dass der Schweizer sich weigert, etwas anderes außer Französisch zu sprechen. Nun verstehe ich leider nur Bruchstücke des Französischen, weswegen ich mich darauf floh meine Unterhaltungen mit �Bonjour� zu eröffnen, alle Sätze meines Gegenübers mit �Merci� zu beantworten und mich, wenn ich das Gefühl hatte mich ausreichend als blöder Deutscher geoutet zu haben, mich mit �Au revoir� zu verabschieden. Mitunter könnte das natürlich zu Missverständnissen geführt haben: �Je te casse ta geule!� � �Merci�

Was einem auch sehr bald nach der Ankunft auffällt ist, dass es keine dicken Schweizer gibt. Und wenn ich sage �keine�, dann meine ich �absolut keine�. Sollte man eine dicke Person in der Schweiz treffen, kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass es sich um einen Touristen handelt. Zuerst war ich der Überzeugung, dass dieser Schlankheitswahn daher rührt, dass der Schweizer tagein, tagaus Berge hoch und runter läuft (bereits an unserem dritten Tag sahen wir ein ältliches Muttchen mit zwei schwer beladenen Körben, wie sie fröhlich eine 45 Grad Steigung hinaufsprintete), doch sobald wir unseren ersten Abstecher in den örtlichen Supermarkt machten, wurde uns der wahre Grund bewusst. Bei dem drei bis vierfachen der Preise, die Nahrungsmittel bei uns kosten, kann sich der durchschnittliche Schweizer einfach keine ordentliche Ernährung erlauben. Somit konnte auch hier festgestellt werden: wer (wie wir) im Supermarkt mit Schokolade an der Kasse erwischt wird, hat sich unweigerlich als dekadenter Ausländer erwiesen und wird fortan nur noch mit schnippischen französischen Begriffen tituliert (�Chouchou�, �Allemagne�, �Fromage�).

Nun ja, alles in allem waren die zwei Wochen trotzdem sehr entspannend, und wenn jetzt noch jemand genaueres darüber lesen möchte wie wir z.B. dafür gesorgt haben, dass ich nicht länger der �Herr der Ameisen� bin oder wie Frau I. und ich streng geheime Aufnahmen einer Schweizer Kaserne machten und dann vor der Schweizer Armee flohen, der kann das ja bei Frau I. nachlesen. Ich geh jetzt erst mal einkaufen. Merci!

PS: Wer ein paar unserer exklusiven Urlaubsphotos sehen möchte kann das auch tun. Bonjour!