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Archive for Mai, 2004

Back to life…

Geschrieben von mein arsch in Angry old man, Bauchnabelschau am 30 Mai 2004

So, der Onkel iss wieder da – und wie ich sehe war der alte Sack ja sehr fleissig in den letzten zwei Wochen. Hmpf. Naja, nach 1178 gefilterten Spammails (kein schlechter Schnitt für insgesamt drei gewünschte Nachrichten) werd ich jetzt erstmal essen fassen, dann duschen und dann vor die Kiste klemmen. Detailiertere Berichte gibts die Tage…

Here comes the summer sun…

Geschrieben von mein arsch in Bauchnabelschau am 15 Mai 2004

Okay, ihr lieben Leute, dies ist der vorerst letzte Eintrag meinerseits, ich werde nun irgendwohin in die Diaspora verschleppt, wo die Leute weder was von “Interweb” gehört haben noch sich bei Licht an bestimmten Körperstellen waschen. Ich bin gespannt.

Sollte ich mich nicht spätestens Anfang nächsten Monats wieder melden, dann hat mich die Frau I. wohl abgezogen, in kleine Stückchen verhackt und mich mit einem leckeren Teigmantel umbacken. Gibt auch schlechtere Schicksale.

Ansonsten übernimmt bis dahin der alte Sack die Unterhaltung. Auf gehts.

All bow to Nintendo

Geschrieben von mein arsch in Gamerz Paradise am 11 Mai 2004

The VERY BIG N hat gerade ihre Pressekonferenz auf der E3 beendet. Und während Microsofts Konferenz “meh” war, und Sonys “Wir verdienen viel. Viel geld! Viel! Spiele? Was? Wir verdienen Geld!” hat Nintendo soeben wohl die gesamte E3 aufgemischt mit DS, Ultrarealem Zelda und überhaupt allem. Beware of the small giants. Sony, Microsoft – IN YOUR FACE!!!

Der lange Weg in den Wahnsinn…

Geschrieben von mein arsch in Bauchnabelschau, She am 10 Mai 2004

Donnerstag mittag, im Plus an der Kasse – in Sekundenbruchteilen der Übergang von leichtem Unwohlsein zu heftigem Schwindelgefühl und der Überzeugung man müsse sich setzen oder jeden Augenblick übergeben. Danach: Filmriss. Mehrere Sekunden, vielleicht Minuten, fehlen, das nächste woran ich mich erinnern kann ist, dass ich auf halbem Weg aus dem Supermarkt raus bin, noch mal benebelt zur Kasse zurück wanke, meinen Kram bezahle, zusammenpacke (die Tasche die ich dabei hatte muss ich während der Blackouts verloren haben) und nach draußen gehe. Draußen geht es mir spontan besser. Erster Gedanke: “Ach du Schande, das war also ein Schlaganfall!”

Frau I. war dann so umsichtig, mich gleich ins Krankenhaus einzufahren – an der Aufnahme lies man mich warten, als durch das Stehen erneut Schwindelgefühle auftraten setzte ich mich auf ein nebenstehendes mit Plastik überzogenes Krankenbett. Kurz darauf kläffte mich eine Schwester an “Stehen Sie mal von dem Bett auf!”. Auf meine Erwiderung “Gerne, aber dann kippe ich sicherlich gleich um!” meinte sie nur lapidar “Stehen Sie trotzdem mal auf!” – okay, sie hat mir dann einen Rollstuhl gebracht, aber das wäre auch freundlicher gegangen.

Nach zwei Stunden Warten Vorstellung bei einem Arzt, der mich noch mal zum “Tathergang” befragt, meine Vorgeschichte wissen will und ne grundlegende Untersuchung macht – im Laufe der Unterhaltung gesteht er uns, dass er nur so was wie’n Azubi unter Ärzten ist, und dass er ja eigentlich mal HNO-Arzt werden will. Kein Wunder, dass er sich einschießt auf die Diagnose “Könnte was mit dem Mittelohr sein!”. Untersuchung durch einen zweiten Arzt, der findet auch nichts neues und labert nur vor sich hin. “Bitte warten sie draußen!”. Eingemummelt in dem mir mittlerweile zur Verfügung gestellten Krankenbett, weil es im Flur zieht wie tausend Hechtsuppen, erwarte ich mein Urteil.

Weitere Ewigkeiten später (Frau I. weiß da genaueres, mein Zeitgefühl iss nich so gut für den Tag), noch mal ins Besprechungszimmer, Treffen mit dem Chefarzt: “Ja, also, könnte neurologisch sein, könnte Herz sein, könnte sein, dass ihr Entzündungsherd an der Bandscheibe nen Abszess entwickelt hat…” – Frau I. war so klug noch mal auf das Mittelohr zu sprechen zu kommen, aber das wird vom Chefarzt gleich abgebatscht “Neeee, dafür sind die Symptome nicht richtig!”. Fazit: Einweisung. Freude, Freude, wo ich Krankenhäuser ja so sehr liebe. “Wo wir sie hinbringen wissen wir noch nich genau, wir müssen mal kucken wo noch’n Bett frei ist!”

Wieder später werde ich dann endlich auf die “Innere” gebracht (mittlerweile bin ich relativ sicher, dass “Innere” das Codewort für “Wir haben keine Ahnung was es ist, aber wir warten einfach mal ab!” ist). Frau I., die treue Seele, fährt nach Hause um mir Wäsche und anderen Kram zu bringen. Im Dreibettzimmer ist außer mir noch ein anderer älterer Herr. Während ich total fertig auf die Rückkehr von Frau I. warte steht eben jener ältere Herr auf – scheinbar unter Problemen, mit einem dick verbundenen Fuß. Als ich ihn frage “Kann ich ihnen helfen?” blickt er mich erschrocken an als hätte ich ihm vorgeschlagen ihn aus dem Fenster zu werfen. Rammdösig wie ich bin kapiere ich auch nicht, dass der arme Mann Demenz hat … was ich aber sogleich herausfinde, denn er zieht sich um sein Bett herum zum Fußende, lässt die Schlafanzughosen runter und “lässt laufen”, wie man so schön sagt. Zuerst dachte ich, er hätte da ne Bettpfanne, aber als dann langsam die Brühe den Boden benetzte, wurde mir klar, dass dem wohl nicht so ist.

Also raus, eine Schwester ansprechen “Entschuldigung, der Herr bei mir auf dem Zimmer hatte ein kleines Malheur!”. – “Ja ja, ich sag gleich bescheid.” – Alles klar, sie sagt bescheid, dann iss ja gut. Scheinbar bedeutet “Gleich” in diesem Krankenhaus “Wenn ich Lust habe”, denn auch eine halbe Stunde später schwimmt der Boden noch immer in feinstem Männer-urin. Erst ein zufällig reinkommender Pfleger (den ich auch noch darauf aufmerksam machen muss, dass da überhaupt was passiert ist) nimmt sich dann der ganzen Sache an. Da werde ich dann auch endlich informiert, dass mein Bettnachbar dement ist, und er kann ja nix dafür. Kann er ja auch nicht, aber sollte man ihn dann nicht in eine Abteilung stecken wo man sich um solche Leute kümmern kann?

Na ja, jedenfalls wurde mir dreimal blut abgenommen, zweimal Zugänge gelegt (der zweite eine Stunde nachdem man den ersten entfernt hatte, weil man den laut Abteilungsärztin ja wohl doch nich mehr brauche), EKG wurde gemacht, CT wurde gemacht, Arthrose-Spritzen gesetzt, Blutzucker gemessen etc. etc. etc. … gefunden wurde nix, außer dass ich erhöhte weiße Blutkörperchen habe (was bei ner Entzündung im Rücken wohl nicht SO verwunderlich ist) und eigentlich ständig rasenden Puls.

Des Nächtens wurde der demente Patient, der tagsüber eigentlich nur rumsaß und döste, aktiv, stand auf, stöhnte, wälzte sich hin und her und besuchte unseren dritten Bettnachbarn mehrmals in seinem Bett. Das letzte mal, wenn ich mich recht entsinne, um halb drei Uhr früh. No peace for the wicked.

Dafür bekam ich allerdings kostenfrei am zweiten Tag Fieber und Durchfall dazu. Iss doch auch was feines. Und als sei das nicht genug des guten, wurde mir am Mittag des zweiten Tages mitgeteilt, dass meine Versichertenkarte ungültig sei – und zwar schon seit Mitte letzten Jahres. Was mich etwas wundert, denn ich bin ja trotzdem damit zum Arzt und so gegangen, aber das schien nie jemandem zuvor aufgefallen zu sein.

Samstag früh war dann noch immer kein Befund da, man sagte es zwar nicht so direkt, aber “Wir haben keine Ahnung was passiert ist” war das Fazit, das ich zog. Die einzige handfeste Aussage zu welcher der Chefarzt sich überreden lies war “Wir geben ihnen jetzt für ihren Durchfall erst mal KEINE Antibiotika und kucken, ob ihr Körper das selbst in den Griff kriegt.”

Frau I. vermutete inzwischen, dass der “Zusammenbruch” eine Folge der stressigen drei vorherigen Tage war, eine Theorie, der ich mittlerweile sehr zugeneigt bin und die mich in Kombination mit dem zusätzlichen Stress “Jeder Tag Aufenthalt in diesem Krankenhaus kostet 200 Euro plus Untersuchungen und wenn sie nicht versichert sind dürfen sie das selbst bezahlen!” und der Auskunft der Krankenkasse “Ja, ne, also am Wochenende sitzen hier nur Studenten im Callcenter, da haben wir gar keinen Zugriff auf die Versichertendaten, da können wir ihnen frühestens Montag was dazu erzählen!” zu dem Schluss brachte “Alles ist besser als das hier”. Also bat ich die Stationsärztin mich auf eigene Verantwortung zu entlassen. Dann wurde ich noch belabert und rababert, aber rumliegen und die Tabletten nehmen, die ich SOWIESO nehme kann ich auch bequemer zuhause, und da ist niemand der mich nachts wach hält (außer den Katzen von Frau I., wenn sie ihr Fresschen haben wollen oder annoncieren, dass sie eine “Maus” gefangen haben, aber das ist ne andere Geschichte und die machen das wenigstens nicht die ganze Nacht hindurch).

Heute dann Klärung mit der Krankenkasse – scheinbar sind irgendwie die Informationen weggekommen, die ich bei meiner Selbstständigwerdung eingeschickt habe und seltsamerweise hat nie einer dort bemerkt, dass ich trotzdem fröhlich meine Versichertenkarte weiter benutzte. Und ich Dösbaddel hab nicht bemerkt, dass die gar nix von meinem Konto abbuchen. Okay, so we are even … muss ich halt die Beiträge für das letzte Jahr nachzahlen, dafür bin ich wieder versichert.

Sorgen macht mir der arme demente Herr, denn da ich der einzige war, der ein bisschen auf ihn aufgepasst hat und die Schwestern rief, wenn er z.B. versuchte samt Tropf sich zum Klo zu bewegen, wird es ihm sicherlich jetzt nach meinem Verschwinden nicht besser gehen.

Das einzig positive, was ich daraus ziehe ist die Erkenntnis, dass ich die allerbeste Frau auf der Welt gefunden habe, denn die Art und Weise wie Frau I. sich über alle Massen hinaus um mich gekümmert und gesorgt hat und mir mit Rat und Tat zur Seite stand, das kann nicht mehr als das zu Erwartende berechnet werden. Also, liebe Freunde, ein Hoch auf Frau I.!!!

Man kann’s auch übertreiben…

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 9 Mai 2004

Hellp7o dear h\ome oGdwn#er,

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Lock on the 3.51W0%, even wli3th ba^d crediit!

*schnüff*

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 7 Mai 2004
boohooo (4k image)

15 Jahre vs. 15 Tage

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 5 Mai 2004

15 Jahre lang bin ich einen popeligen, japanischen Kleinwagen gefahren. Zuverlässig wie ein Uhrwerk war der Kleine Stinker – ich kann an den Fingern einer Hand abzählen, wie oft er in dieser Zeit außerplanmäßig in die Werkstatt musste. Und wenn das der Fall war, dann wegen Nichtigkeiten, die selten mehr als 200 DM inklusive Material, Arbeitszeit und Mehrwertsteuer gekostet haben.

Aber nunja, alte Liebe rostet doch, und letzten Monat war es dann soweit – den TÜV im Juni hätte er nur mit diversen Transplantationen im vierstelligen Eurobereich überstanden und so habe ich mich – wirklich schweren Herzens – von dem “weißen Blitz”, wie ich ihn liebevoll nannte, getrennt.

Glücklicherweise ergab es sich zudem, dass ich just zu dem Zeitpunkt über Beziehungen einen fast schon protzigen Oberklassewagen aus Stuttgart zu einem wirklich fairen Preis und von einer zuverlässigen und vertrauenswürdigen Quelle angeboten bekommen habe. Den Betrag hätte ich für jeden kleinen Mittelklässler auch bezahlen müssen, nur dass ich jetzt dafür ein scheckheftgepflegtes Auto mit allem Pipapo, diversen Extras und angenehmen Komfort&Zurück habe. Er kostet sogar weniger Steuern als der Japaner ab nächstem Jahr. Ideale Voraussetzungen, um sich den Wagen schön zu reden.

Und nach 15 Tagen verreckt mir bei dieser silberglänzenden Penisprothese auf vier Rädern die Elektronik und ich fahre mit offenen Fenstern (elektrischer Fensterheber geht runter, aber nicht wieder rauf) und stotterndem Sechzylindermotor auf dem letzten Loch auf den Hof der Vertragsverkstatt. Völlig hilflos und ohne den leisesten Schimmer, was denn da im Argen liegen könnte. Und die Techniker wittern sowas ja wie Hunde die Angst beim Postboten. KAAA-CHING!

So, und jetzt kommt Eure Schadenfreude. Nur zu. Ich hab’s verdient.