The Art of Zen
Geschrieben von mein arsch in Brain removal, I saw it on TV am 27 April 2003Da kommt man um zwei Uhr morgends nach Hause und will noch nicht schlafen. Was tut man also? Man setzt sich an den Rechner, und weil man keine Lust auf Musik hat, schaltet man die Glotze ein. Zapp, zapp, zapp…
“Jaaaaa, mach’s mir… ich bin” – *bbbrrrrrtzz* – “Die geilsten Weiber aus…” – *bbbrrrrrtzz* – “Über 40 und sooo g…” – *bbbrrrrrtzz* – “Ich bin eine langweilige Fernsehproduktion” – *bbbrrrrrtzz*
Und so weiter und so fort, bis man schließlich bei “Tele 5″ landet. Ich kann mich dunkel erinnern, daß RTL (?) früher auch mal Tele5 hies. Egal. Stehen bleibt man bei dem Sender nur, weil er etwas zeigt, was man um die Uhrzeit nicht unbedingt immer sieht. Einen Rotschopf, durch eine Art Gartenzaun betrachtet, der in der Sonne sitzt und döst. Das wars. Das läuft jetzt bestimmt schon zehn Minuten und ist für mich überaus kontemplativ, da ich beim Tippen am Rechner mit dem Rücken zum Fernseher sitze. D.h. bis auf gelegentliches “grunz”, “schnorf” oder “uaaaaah” hört man eigentlich nur statisches rauschen der viel zu hoch aufgerissenen Mikros und sonst nix. Überaus Zen-artig.
Aber jetzt werden zwei von den Spacken mit der Infrarot-Kamera gezeigt wie sie im Bett liegen und über die Hauslautsprecher “Ein Tag am Meer” von den Fanta4 eingespielt bekommen. Schade. Dabei war ich grade so schön am meditieren.
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