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Archive for Mai, 2002

Corinna, Corinna…

Geschrieben von mein arsch in Alles sonst so am 27 Mai 2002

Tja, das war ja wohl nix Herr Siegel. Platz 21 von 24, da haben wir uns wohl zuviel erhofft von dem “Ach gott, das arme mädchen iss ja auch blind” Bonus. Seltsam, daß scheinbar die meisten Leute lieber nen Knackarsch im roten Fummel sehen wollen statt ner Frau mit ner extrem hässlichen Sonnenbrille (wer um alles in der Welt hat ihr dieses Ding verpasst?) die von einem Bein auf’s andere schwankt wie ein Seemann auf Landurlaub.

Mal ehrlich: okay, sie ist blind, das heisst sie kann nicht über die Bühne kapriolen und ein Rad schlagen. Seh ich ja ein. Aber dann stellt der Frau doch wenigstens nen Barhocker hin, damit sie sich hinsetzt und uns dieses peinliche Gezappel erspart. Wie Blinde sich zu bewegen haben, wenn sie Musik machen hat uns schließlich Stevy Wonder gezeigt. Sieht zwar auch blöd aus, aber wenigstens nicht so als hätte er zusätzlich zu seiner Blindheit noch die Parkinsonsche Krankheit.

Also Herr Siegel, nicht alles auf den Background-Chor schieben, denn der alleine hätte die Performance auch nicht rausreissen können, sondern einsehen, daß sie einfach nix reissen können mit Behinderten-Bonus. Sex sells.

Gebrauchte Lunge abzugeben…

Geschrieben von mein arsch in Alles sonst so am 22 Mai 2002

Okay, es war ungefähr einen halben Tag wirklich warm, bevor ich die Dummheit beging es tatsächlich zu wagen meine Klimaanlage im Auto anzuwerfen, damit ich mir im Stau stehend nicht den Wolf schwitze.

Und was hab ich davon? Natürlich gleich meine erste Sommererkältung. Jetzt sitze ich hier seit zwei Tagen und versuche den Mist rauszuschwitzen, wärend ich mir die Lunge aus dem Hals huste. Ganz toll.

ICH HASSE SOMMER.

Missing her badly…

Geschrieben von mein arsch in Alles sonst so am 18 Mai 2002

Sie war schön. Nicht dieses atemberaubende “wunderschön”, wie man es manchmal hat, sondern einfach nur gutaussehend. Wir waren sowas wie die besten Freunde, eigentlich mehr schon wie ein Geschwisterpaar und obwohl ich sonst kein Freund von diesem ganzen “Du, ich hab dich unheimlich gern, aber lass uns nur Freunde sein” Scheiss bin, hat es mich bei ihr irgendwie nicht gestört. Es war einfach angenehm mit ihr zusammen zu sein.

Sie lebte in den USA, ich glaube in Seattle … ich kann mich erinnern, daß sie mir den Strand gezeigt hat und jede Menge kleiner Bars und Kneipen, die alle schon wieder zu geheim waren um noch als offizieller Geheimtip zu gelten. Und alle hatten irgendwie dieses verrauchte Mafioso-Ambiente, aber nicht bösartig sondern eher angenehm wie in einer dieser Kneipen aus einem Film, wo noch “Enzo” selbst die Nudeln serviert und man genau weis, daß in der Küche eine achtzigjährige italienische Großmutter selbst den Salat zerpflückt.

Zwei Wochen war ich bei ihr und ich genoss jede Stunde. Am letzten Tag half sie mir packen und brachte mich zum Flughafen. Ich sagte ihr, daß sie nicht warten solle bis ich wegfliege. Ich saß alleine in der Wartehalle und grübelte über die Zeit nach, die ich mit ihr verbracht hatte, und fragte mich warum ich wegfliegen wollte. Und darüber verpasste ich meinen Flug … und stellte fest, daß das wohl das beste war, was mir passieren konnte. Ich würde einfach hier bleiben. Mein altes Leben hinter mir lassen und einfach hier in Seattle neu anfangen. Als ich diese Entscheidung traf war ich so zufrieden wie wohl noch nie in meinem Leben zuvor.

Und dann bin ich aufgewacht und mir wurde klar, daß alles nur ein Traum gewesen war. Und das schlimmste ist, ich kann mich nicht mal mehr an ihren Namen erinnern… und ich vermisse sie schrecklich.

Knock, knock…

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 16 Mai 2002

Besser:
“Ring-Ring” [Rufnummer unbekannt - Oha, mir schwant böses]

“Ich rufe an von der Ballerfratzen AG. Wir sind ein Unternehmen, dass sich auf Produktivitätssteigerung und Prozessoptimierung in kleinen und mittelständischen Betrieben spezialisiert hat.”

“Das ist schön für Sie. Ich für meinen Teil bin gleich um ein vielfaches produktiver, wenn ich solche Gespräche wie dieses hier gar nicht erst führen muss.”

“Ach, sagen Sie das nicht. Wenn wir mal einen Termin mit Ihnen vereinb…”

“Mit Sicherheit nicht.” – klick.

Zufallskanzler Westerwelle

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 14 Mai 2002

Ich seh’s schon kommen: Enttäuscht von Schröder und angewidert von Stoiber wird im September die FDP mit 32,7% stärkste Partei und Guido Westerwelle Kanzler. Macht sicherlich keinen grossen Unterschied, aber das Geschrei würde ich schon gerne hören…

Do the math, Ron (cont’d)

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 7 Mai 2002

Muahahahahaha!

Es sind die kleinen Dinge des Lebens…

Zehn Minuten ist das Limit…

Geschrieben von mein arsch in Alles sonst so am 7 Mai 2002

Weil es in einem meiner viralen Eintrittspunkte gefragt wurde hier nochmal die Erklärung wozu es den zehn Minuten Block gibt: um Spamming der Kommentarfunktion zu verhindern.

Ausserdem bin ich der festen Überzeugung, daß, wenn jemand nicht mal zehn Minuten über etwas nachdenkt, er auch nichts wirklich interessantes mitzuteilen hat.

Obacht, Beckstein und Co. …

Geschrieben von alter sack in Alles sonst so am 6 Mai 2002

Bitte bedenken: Ein rigoroses “Produktionsverbot” von “Killerspielen” wird der ohnehin schon am Stock gehende Halbleiter- und PC-Industrie beide Beine wegkloppen. Denn mal ganz im Ernst: Wer soll denn die ganzen schönen Blitzschnell-Computer und Haste-nicht-gesehen-Grafikkarten kaufen, wenn nicht die verstörten und blutgeilen Kids? Und das kostet Arbeitsplätze, meine Herren. Und Arbeitsplätze und Steuern rechtfertigen schliesslich auch Alkohol und Zigaretten. Was sind dagegen schon die Opfer von Erfurt? Hm? Hmmm? Aber gut, es ist Wahljahr. Da wird weniger nachgedacht als sonst.

Klar, letztendlich kann es uns doch egal sein, wer uns die nächsten vier Jahre verarscht. Denn rausreissen könnt ihr uns alle nicht mehr aus dem Dreck.

Mich würde im übrigen wirklich mal interessieren, ob die Politikerspacken selber noch glauben (oder sich einreden), die Staatsverschuldung, die Arbeitslosigkeit, die Unfinanzierbarkeit des Gesundheitssystems, die Umweltverschmutzung – kurz: den Kollaps der Zivilisation an sich und überhaupt – in den Griff zu bekommen oder ob die in vollem Bewusstsein der Situation das Blaue vom Himmel phantasieren, um ihr kümmerliches Dasein zu rechtfertigen. Vor dem Hintergrund wundere ich mich dann eigentlich nicht, wieso und Warum sowas wie Erfurt passieren konnte, sondern warum nicht täglich einer abdreht und andere an seinem Elend teilhaben läßt.

“Killerspiele”? Am Arsch, meine Lieben!